Studienberechtigungsprüfung Geschichte 2

WICHTIG: Es handelt sich hierbei um die von mir zur Studienberechtigungsprüfung selbst ausgearbeiteten Fragen meiner eigenen Prüfung im Fach Geschichte (2) aus dem Jahre 2008 und sie sind damit nicht mehr aktuell und für die Vollständigkeit und Richtigkeit kann ich NICHT garantieren. Ich kann leider nicht sagen ob sich an der Formulierung der Fragen seither etwas geändert hat bzw. ob sie mit denen Ihrer SBP an Ihrer Universität übereinstimmen. Informationen dazu erhalten Sie beim zuständigen Studienprogrammleiter Ihrer Studienrichtung, dem beauftragten für die SBP, oder an einer privaten Bildungsanstalt die Kurse zur SBP anbieten. Ich selbst habe im Jahr 2008 einen Solchen Kurs an der VHS polycollege in Wien 5 erfolgreich abgeschlossen und kann diesen (Abendkurs) nur sehr empfehlen.  
 

alle FRAGEN hier als PDF:

 

Bereich I

1.Frage: Begriffe mittelalterlicher Herrschaft: Lehenswesen und Teritorial-(National-)staat (am Beispiel Österreichs bis zur mitte des 13. Jhdts.)

Gesellschaftliche Struktur im frühem Mittelalter:
Bauern: freie Bauern, hörige Bauern, leibeigene Bauern
Erhalten von Grundherren Hufe, leistet Naturalabgaben und Frondienste
Adel: König, Herzöge, Grafen, neuer Adel, Dienstmann
Lehenswesen:
Grund und Boden nicht unbegrenzt vermehrbar, gewaltsame Eroberung = Reconquista, Kreuzzüge)
Ottonen: (~900) ottonisches Reichskirchensystem- Lehen an Klerus, keine Nachkommen
Personenverbandsstaat: kein klar definierter politischer Raum, Immunitäten
Ziel ist die Aufhebung der Immunitäten = Territorialstaat
Beispiel Österreich: Babenberger
Babenberger: Markgrafschaft Österreich 1060
Leopold III: Herrschaftsstruktur mit Klöstern ausgebaut, Heiratspolitik, weniger Lehen (nur an Dienstmann)
Privilegium Minus: Ö. wird rechtlich Bay. Gleichgestellt, erblich männl/weibl, Heerfahrt-H, Hoffahrt Bay.
Mit Privilegium Minus ist Ö. bereits Teritorialstaat
Leopold VI: Wien ist zweitgrößte Stadt
HT Steiermark: nach Ende der Trauner zu HTÖ
Friedrich II- stirbt 1246 in Schlacht gg. Ungarn, verfeindet mit Kirche, Staat, Städten

2. Frage: Klöster, Kirche, und Papsttum im Hochmittelalter

Das Mönchstum Taucht im 6.Jhd. auf- Kloster von Montecasino: Benediktiner. Der Grund und Boden ist im Besitz des Klosters, gemeinschaftlich bewirtschaftet. – Innovationen durch große Betriebsfläche. Klöster = Musterwirtschaften des Mittelalters.
Klösterliche Tätigkeiten/Einnahmequellen: Handwerk, Bewahrung antiker Texte, Urbane (Grundbücher), Bildung (Kostenpflichtig), Krankenpflege
Die benediktinischen Tugenden: persönl. Armut, Bedürfnislosigkeit, Gehorsam verschwinden mit der Zeit.
10. Jhd.: Kloster Cluny verselbstständigt sich: Zölibat, gg. Simonie (Ämterkauf), gg. Laieninvestitur (Einsetzung durch einen Laien) Clunyszenser
Unterstehen direkt dem Papst, freie Abtwahl- nur einer von ihnen wird gewählt, – Höhepunkt im 11. Jhd. – Einfluss auf Papstwahl.
13.Jhd. Bettelorden: Franziskaner, Dominikaner: kollektive Armut, stellen Besitz in Frage- im verdacht der Häresie.
Beginn 11. Jhd.: (1075-1122) Investiturstreit = Gegenspiel Papst Gregor VII vs. Kaiser Heinrich IV um Laieninvestitur: Verbot durch Papst- versuch der Papstabsetzung durch Kaiser- Androhung auf Exkommunikation: Kirchenbann, Canossagang
Ende des Investiturstreits: Wormser Konkordat 1122
~1200: Universalismus: K. Friedrich II als Kleienkind zu Papst Innozenz III nach Rom gebracht = Vormund: Papst wird als oberster Lehnsherr von England, Portugal, Ungarn, Dänemark, Armenien… akzeptiert. 2 Schwerter Theorie
1215: 4. Lateralkonzil: 1. Kreuzzug auf Europäischem Boden wird beschlossen
1309: Französischer König beschließt, Klerus zu besteuern: babylonische Gefangenschaft der Kirche beginnt in Avignon wo der Papst angesiedelt wird

3. Frage: Hausmachtspolitik im deutschen Reich im Vergleich zur Nationalstaatlichkeit Englands oder Frankreichs (1250-1500)

Hausmachtpolitik im deutschen Reich: Als Hausmachtpolitik bezeichnet man das Streben eines Adelsgeschlechtes, seinen erblichen territorialen Besitz zu vergrößern.
Habsburger, (Wittelsbacher), Luxemburger: einflussreichste Familien im Spätmittelalter, HB und LUX nützen Königswürde für eigenes Großlehen (Land), das große Reich an sich ist nicht regierbar)
Habsburger:
König Rudolf I: belehnt beide Söhne zur ungeteilten Hand = der ältere hat oberhand über beide Lehen (Österreich, Steiermark, Krain und der Windischen Mark)
(= Grundlage der Macht der Habsburger in Österreich!)
Ziele: Landbrücke zu Streubesitz, familiäre Vernetzung, Sicherung der Wiederwahl durch Popularität.
Luxemburger:
Karl IV: Bautätigkeit im 14.Jhd. in Prag- wirtschaftliches Hoch, neues Regulativ: goldene Bulle, zum Nutzen der Luxemburger.
Gegenzug der Habsburger: Privilegium Malus (Rudolf IV)- gültig ab Kaiserschaft = Fälschung
Alleinige Lehensherrschaft ü.Ö., keine Immunitäten, Land ist unteilbar, volle Gerichtshoheit im eigenen Land…
Vergleich zur Nationalstaatlichkeit:
Frankreich: von beginn an Erbmonarchie, zufällig lange Regierungszeiten, Lehnrecht: Treuevorbehalt (nicht zwingend übergeordnetem Vasall treuergeben), Recht gutes Verhältnis zu Kirche, 100 Jähriger Krieg- Rückzug Englands aus Nordfrankreich ebnet weg zu Nationalstaatlichkeit, keine Hausmachtspolitik= Zentralistik erlaubt Nationalstaatlichkeit.
England: König wird immer schwächer, politisches Zentrum muss dem Adel mitspracherecht einräumen.
1215 Magna Carta: beginn verbrieftem Rechts der Kronvasallen: rechte des Klerus, Adel, Städte- mögliche Koordination dieser Stände- bilden Parlament zwecks pol. Abstimmung mit König.
1295 Steuerbewilligungsrecht als Druckmittel: Einverständnis über neue Steuern nur gegen eigene Vorteile
14.Jhd. Ober und Unterhaus: Oberhaus: Gerichtsbarkeit, Unterhaus: Legislative (gesetzgebende Funktion)
Nationalstaatlichkeit besteht wegen annähernder Homogenität des Raumes England und Wales, in dem König und Parlament zusammenarbeiten.

4. Frage: Entwicklung und gesellschaftliche Gliederung der Stadt im Mittelalter

Wo entstehen Städte? Wo es aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist:
An wegen, Flüssen, Flussüberquerungen (Furt)
Schutzmöglichkeit sollte vorhanden sein
Ziel: Warenumschlagplatz und Produktionsplatz sein.
Händler lassen sich um eine Burg nieder und erhalten Privileg des Mauerbaurechts und die Rechtssicherheit gg. über dem Grundherren.
Merkmale einer Stadt: Mauer, Rathaus, Kirche, Werkstädten, Läden, Zunfthäuser, Zeughaus, Schulen, Klöster, Spitäler, innerhalb der Stadt herrscht Burgfrieden!
Recht: Stadtrecht (keine pers. Bindung an GH), GH kann mit Stadtrecht Gerichtsbarkeit u. Steuerleistungen kontr.- St. Verwaltet sich selbst, nicht im Wiederstand zum Gesamtraum, Wehrrecht (Selbstverteidigung), Bürgerrecht (Selbstverwaltung, nur in eigener Stadt vor Gericht)
Ziel: Eliminierung des Grundherren
Es gibt 3 Typen von Städten: Grundherrliche-, Landesfürstliche-, Reichsunmittelbare Stadt. Die meisten dieser Städtetypen entwickelten sich zu Landesfürstlichen.
Soziale Gruppen: Patrizier, Kaufleute, Handwerker. Bürger nur 30%- alle anderen Inwohner
Sondergruppen: Juden (…), Fremde(…), Studenten(…), Mönche(…)
Organisationsformen von Zünften und Gilden: Gilden, Zünfte, Zunftzwang,
Die Zunft reguliert: Anzahl der Betriebe, Betriebsgröße, was wird produziert und in welcher Norm, Verdienstspanne und Preis, Löhne, Zunftgericht,
Wie wird man Meister? Aufnahme in Zunft, Geld für grund und Boden
Stadtgrößen: Meiste Städte bis 1000 EW (bis 1500)
Großstadt ab 10 000 EW (zw. 5 und 15 in EU)
Größte Stadt im Dtsch. Reich: Köln, im Euro. Raum: London, Paris, Venedig, Mailand, Rom (im frühen 15.Jhd.)
Stadtstaaten: Umliegendes Land erworben und erfolgreich genug um sich zu Staaten zu entwickeln (vor allem N- Italien)
Städtebünde: Zusammenschluss von Städten (Hanse- bestehen gg. König, Kontrolle des ges. Nordhandels)

5. Frage: Krisenerscheinungen im Spätmittelalter: ökonomisch- gesellschaftlich- religiös

Demografische Fehlentwicklung, Bevölkerungsrückgang, Reduktion des besiedelten Gebietes
Ausmaß: 1450: etwa ein Drittel der Bevölkerung weniger als noch 1300
Welche Krisen gab es: Agrarkrise: Missernte wird zu Serie von Missernten
Heuschreckenplagen zwischen 1338 und 1340
Klimawandel– es wird kälter
Missernten werden zum Dauerzustand, führen zu Hungersnöten und Unterernährung, in weiterer Folge zu Landflucht in die Städte und zu SeuchenPest
Pest: Mitte des 14.Jhd. Ausmaß: in EU und Asien zusammen 25 Mil. Menschen in 5 Jahren (Wien 18000 in 3 Wochen)
Als Zusatzfolgen zu den Menschenverlusten ergaben sich durch den Mangel an Arbeitskräften weitere Missernten, Pogrome gegen Andersgläubige (Juden- Pest als Strafe für zu große Toleranz) Stadtflucht der bessergestellten und Proletarisierung der Städte: die Kapitalakkumulation ist somit nicht mehr an die Stadt gebunden.
Soziale Schichtungen: Gewinner und Verlierer
Verlierer: Grundherren: Grundherr wird politisch unwichtig (Staat verl. Söldner),Adel verliert in allen Segmenten: zu hohe Ausgaben und Bankrott, Bauern werden von Grundherr geschröpft- fixe Geldzahlungen- Aufstände werden niedergeschlagen
Gewinner: Händler und Patrizier: Kapitalakkumulation, vertiefung des Bank und Kreditwesens (Fugger, Welser, Medici)
Das antizünftische Verlagswesen entsteht, es ist langfristig das Ende der Zünfte. Entflechtung- Arbeitswelt und soziale Verpflichtung beginnt.
Spätmittelalter aus religiöser Sicht:
Problem der Verweltlichung der Kirche besteht, hoher ökonomischer aufwand wird im Bezug auf Krisen nicht goutiert (Rom immer reicher), immer wieder Gegenpäpste, Universalgewalt der Kirche am Ende, immer wieder Konzile die immer wieder gebrochen werden.
Konzil von Konstanz: (1414-1418) Schluss mit Mehrpäpstigkeit, Jan Hus als Ketzer verbrannt.
3 erfolglose geistige Erneuerer: Marsilius von PADUA– klare Teilung Kirche/Staat- nur Bibel = Glaubensgrundlage
John WICLIFF– gg. Reliquienverehrung- wiederruft
Jan Hus– gg. Ablass- verweigert wiederruf- wird verbrannt

6. Frage: Koloniale Expansion und wirtschaftliche Veränderungen am Beginn der Neuzeit

2 Nationen streben nach Expansion: Spanien, Portugal– Rohstoffknappheit (Edelstahl, Gewürze) Hochseeschifffahrt durch neuen Schiffstyp (Karavelle) möglich.
Portugal: beginnt 1430 mit Erkundung der Afrikanischen Westküste Richtung Süden- treiben mit hiesigen Bewohner Tauschhandel (Kupfer, Wein, Kork, Pferde, Waffen- gg. Elfenbein, Sklaven), Errichten Stützpunkte und Handelsniederlassungen.
1487: Kap der Guten Hoffnung wird erreicht (Bartolomäus Diaz), umschifft von Vasco da Gama (stößt auf unbekannte Christen und Araber =Lozen nach Kalkutta)
EU Güter nicht handelbar- Indien höherwertig, führt zu Plünderungen Indiens und Ausschaltung der im Handel konkurrierenden Araber (Waffengewalt)Besetzung v. Ormuz blockiert persischen Golf- Durchfahrt d. Araber nur gg. Zoll. Darüber hinaus Transportmonopol Indien-China (Gebühren)
Dieses Quasi- Handelmonopol kann langfristig nicht bestehen- Ormuz britischbesetzt- sowie zahlreiche port. Handelsstationen in Indien, Portugal verliert im 17. Jhd. Vorherrschaft im Indischen Raum. (Handelsstützpunkt in Brasilien, lange verteidigt- schiedsspruch des Papstes- Vertrag von Tordesillas- fällt an Portugal (1494)
Spanien: bis 1492 mit Reconquista beschäftigt (Fall von Grenada), erst danach Expansionsgedanken.
Napoleon- Seeweg Indien- Neue Welt– Rohstoffe und flächenmäßige Eroberung- Export des Feudalsys. In 2 Phasen: Entdeckung, Eroberung (Konqistadores: Pizarro, Cordez)
Spanien in Eroberung d. Aztheken und Inka durch Kampf zu Pferd überlegen, eingeschleppte Krankheiten (Grippe) tun Übriges, Dezimierung der Indogen- Bev. = Schutzbrief im 16. Jhd. Von Spanien verordnet (human denkende Initiatoren wie Bartolomäo de las Casas)- von Karl IV unterzeichnet.
Schutzbrief einerseits schwer kontrollierbar, führt andererseits zu Versklavung Afrikas.
Neue Handelsrute Europa- Afrika- Amerika entsteht:
Transatlantisches Dreieck:
Europa handelt Stoffe, Wein… nach Afrika
Afrika handelt Sklaven nach Amerika
Amerika handelt Baumwolle, Zucker, Rum, Tabak, Gold, Silber nach Europa

7. Frage: Strömungen und Träger der Reformation

Beginn der Reformation: 16. Jhd
Martin Luther (1483-1546):Übernimmt viele Ansichten von Hus u. Wicliff
Turmerlebnis: überlebt Unwetter- Gott ist gnädig
1517: 95 Thesen in lat. Sprache: als Diskussionsgrundlage gedacht, in deutscher Sprache großer Zuspruch- trifft Zeitnerv.
Ablass: Garantie auf Einzug ins Paradies- Zentraler Kritikpunkt von Luther- große finanzielle Einbußen für Amtskirche- eskaliert in Erhalt und Verbrennung der Bannbulle durch Luther- Reichsacht (Vogelfrei)
Luther wird von Kurfürst v. Sachsen (Sympathisant) zum Schein gefangen genommen- Wittenberg- L. nützt Zeit Neues Testament ins Deutsche übersetzen (Vorlagen: Hebräisch, Griechisch u. Lateinisch)
Reformation in 3 Schienen:
1. Eigenes Glaubenskonzept durch Koppelung von Bestehenden Grundsätzen mit Ansätzen des Humanismus.
Bibel ist Grundlage, Sakrament nur was Bibel begründet, keine Ohrenbeichte, Priesterrolle ändert sich (Berater), kein bezahlbarer Gott, direkter Bezug zu- direkte Verantwortung vor Gott.
1529: Katechismus = art rel. Büchlein- woran zu glauben ist
1530: Augsburger Konfession = durch Luther und Melanchton verfasst AB
2. Pol. und Soziale Schiene: Großteil aller Deutschsprachigen wendet sich Luther zu, neben rel. Gründen auch Opposition gg. Zentralmacht
3. Ökonomische Schiene: Klöster verlieren an Bedeutung bzw. verweisen, Landesfürsten erben kirchlichen Besitz und gründen Landeskirchen- Oberhaupt automatisch sie selbst.
Wie reagiert Kaiser? Gegensteuernder Druck auf Landesfürsten- 2 Blöcke bilden sich (kath. Vs. Protest.) Schmalhadischer Krieg– fast von kath. Karl V gewonnen- Frankreichkrieg kommt ungelegen.
1555: Religionsfrieden Wessen Gebiet- dessen Religion (Cuius regio, eius relegio)
Landesfürst bestimmt allgemeine Religion, wer nicht anerkennt muss Land verlassen- Säkularisierungen bis 1552 Rechtskräftig
HB: Helvetisches Bekenntnis: Zwingli, Theologe aus Zürich, Luthers Grundsätze- sehr radikal- keine Realwandlung,
Johannes Calvin: geistiger Nachfolger- Prädestinationslehre
Ableger: Puritaner (Engl.), Presbyteraner (Schottland), Hungenotten (FRA)
Prädestinationslehre mach Calvinismus für ökonomisch starke Schichten interessant und wird zur Triebfeder des Kapitalismus: Reichtum= moralische Überlegenheit!
Protestanten verbreiten sich in weiten Teilen Europas, nicht in Spanien und Italien
England: Anglikanische Kirche- Nationalkatholizismus wegen Konflikt mit Papst, vorerst hyperkatholisch, erst nach Heinrich VIII (Gründer)Berührungspunkte mit Protestanten.

8. Frage: Strömungen und Träger der Gegenreformation und der Dreißigjährige Krieg

Gegenreformation: Bestreben der Katholischen Kirche wieder Gläubige anzuziehen
  1. Ordensgründung Jesuiten
  2. Konzil von Trient (1545-1565)
1. Jesuitenorden: Gründung Bruderschaft durch Ignatius, Eliteorden, Enormer Gehorsam, 15 Jährige Ausbildung, praktisch ausgebildet, Predigt in Volkssprache, Erziehung, psychologische Betreuung kranker und gefangener, Heidenmission (vorbildlich in Südamerika) Man lernt von Protestanten, grenzt sich andererseits deutlich ab
2. Konzil v. Trient: Weitere Strategien der Gegenreformation
Ähnlichkeiten zu Protestanten: Ausbildung, Priesterseminare, höhere Stellung der Predigt, Gottesdienste näher am Volk
Deutliche Abgrenzung: Papst ist Oberhaupt- steht Auslegung der Bibel zu, Dogmen= Glaubensregeln, Zölibat erst recht wichtig, Inquisition (Gerichtsform Ketzer) bekräftigt, Index (Verzeichnis verbotener Bücher)
Beispiel für Gegenreformation: Hugenottenvertreibung in Frankreich
Katholische Könige Frankreichs unterstützten zwar deutsche Protestanten und verbündeten sich mit muslimischen Osmanen gegen Habsburger, wollten aber Eindringen reformierter Lehren mit aller kraft verhindern. Dennoch bereits 1560 mehr als 2000 reformierte Gemeinden. Auch Adel in Glaubensfrage gespalten- führte zu mehr als 30 Jahre andauernden Bürgerkrieg. Die protestantischen Hugenotten erhielten Unterstützung von England, die Katholiken von Spanien. Erst Heinrich IV (1589- 1610) beendete den grausamen Krieg. Der erste Bourbonenkönig wechselte aus staatspolitischen Gründen wieder zum katholischen Glauben. Hugenotten: Glaubensfreiheit und bürgerliche Gleichberechtigung durch Edikt v. Nantes (1598)
30 Jähriger Krieg: Streit um Auslegung des Augsburger Religionsfrieden- lutherische Reichsstände verlassen Reichstag- Fronten verhärten sich: Protestantische Fürsten: UNION vs. Katholische Landesfürsten: LIGA. Manche Herrscher sehr tolerant in Konfessionsfragen, Maximilian II (1564-1576), Rudolf II (1576-1612)- verlegt Residenz nach Prag, gewährt Religionsfreiheit (Majestätsbrief 1609)- Auslegung= Streitobjekt. Nach der Zurückweisung einer Beschwerde böhmischer Prot. Drei Habsburgische Beamten aus dem Fenster geworfen. Ferdinand II wird als König v. Böhmen für abgesetzt erklärt und durch protestantischen Fürsten (Friedrich/Winterkönig) ersetzt. Alle Zeichen stehen auf Krieg.
Ferdinand erhält Unterstützung durch LIGA, Papst und Spanien, 1620 Niederlage Friedrichs (Böhmens)- Strafgericht, Güter Böhmischer Protestanten beschlagnahmt- sie selbst mussten Land verlassen, KR Böhmen wird nachhaltig zu Habsburgischen Erbkönigtum (bis 1918) Weitere Kriegshandlungen in anderen Teilen der Reiches folgen, Auch Dänen, unterstützt von Holland und England für Protestanten im Kampf. LIGA besiegt Prot. Gegner in wenigen Jahren- Hauptverantwortlich: Feldherr Albrecht WALLENSTEIN: heuert Söldner an, vermietet an Kaiser, „Krieg muss den Krieg ernähren“, 50000 Mann, grausame Gemetzel, zu mächtig- abgeletzt- nach verlusten wieder eingesetzt– Schweden zurückgedrängt (Norddeutschl.) Landesverrat bezichtigt- ermordet. 1635: Sonderfrieden, Frankreich an Schwächung Habsburgs interessiert- auf Seite Schwedens offen in Krieg gg. HB, ständige Gewalttaten, Plünder- und Verwüstungen, Folge Hungersnöte und Pest. Nach Jahrelangen Verhandlungen: 1648 Westfälischer Frieden.
Entvölkerung, Versorgungsproblem, dauert bis zu 100 Jahre um auf Vorkriegsniveau zu kommen.
Nach dem Krieg entstand ein pol. Vakuum, 1700 selbstständige Staaten in losem Verband- (1400 Reichsäbte und Reichsfürsten)

9. Frage: Varianten staatlicher Entwicklung im Zeitalter des Absolutismus am Beispiel Frankreichs und Österreichs im Vergleich zu England.

Zentralbegriff: Absolutismus = Herrschaftsform nur im 17. und 18. Jhd. (Zeitalter des…)
Begriff kommt vom Röm. Recht
Ausprägung: Frankreich: kommt Absolutismus am nächsten
Österreich: Entwicklung nur in abgeschwächter Form
England: Streben nach A. scheitert und führt zu gegenteiliger Entwicklung
Ideologie: Naturrechtsphilosophie: (Thomas Hobbes) immer wieder einseitig zitiert.
Mensch grundsätzlich feindlich zueinander- daher konfliktregelnde Zentralinstanz (Kontrolle= garantie für Sicherheit), „von Gottes Gnaden“
Kennzeichen des Absolutismus: Absoluter Monarch, losgelöst von Gesetzen, braucht kein Parlament oder Ständevertretung, Exekutive, Legislative, Judikative
Warum kommt es zur Erstarkung der Königlichen Macht? Ökonomische Erstarkung des Pol. Zentrums- Beamtenschaft, Kräftebalance zwischen Ständen, Wertsteigerung des Handels ggüber. LW Produkten gut für Bürgertum, Kön.Intendanten- bürgerliche Vertreter statt Hochadel.
Hof als Herrschaftsinstrument: Kulturelles Angebot, Adel zu Hof, Kontrolle über A. für König möglich, Entfernung des Adels von seiner Herrschaft, zwei Ebenen: Zeremoniell u. Etikette, führt zu Verschuldung des Adels (Mode, neuer, unnötiger Besitz- Status) Adel wird durch Schuld bei K. immer mehr zum Lohnempfänger- König führt Hofpflicht ein- dafür braucht es Stehende Heer- Funktion des Adels geschwächt.
Wirtschaftsmodell des Merkantilismus: Geldvermehrung, Steuer, Gewerbeförderung, Schwächung LW
Lphndumping durch geringe Preise- Überangebot an Arbeitskraft
Manufakturen: vom Staat gegründete Betriebe, serielle Prod., Arbeitsteilung, gest. Betriebsgröße, Großer Profit (spanne ein-ausgaben): Luxusprodukte– Porzellan, Anspruch an HWer. Durch serielle Prod. Gesenkt. Weisenhäuser, Gefängnisse, „Irrenhäuser“,= billige Arbeitskr., Bevölkerungswachstum führt zu Sozialgesetzgebung (zum Teil), Prämie bei Geburt, Heirat bei versch. BevGr. Wird möglich., Frankreich steigt wegen Import v. Rohstoffen in Kolonialpolitik ein.
Verlaufsgeschichte: maßgeblich verantwortilch: Ludwig XIII, Kardinal Richelieu, Vollendung durch Ludwig XIV, Kardinal Mazarin: Frankreich mächtigster Staat EU, Ludwig XV: Fr. Absolut. Übersteht Krise: Unterversorgung d. Bev., aufstrebendes Bütum. möchte an Entscheidungen teilhaben. (Ludwig XVI: Franz. Revolution)
Vergleich zu Österreich: Zeit von: Leopold I, Josef I, Karl IV (1658-1740)- wären gerne Absolut. Herrscher- aber: oberste –Reichsgericht ist Reichstag: Absolut. nur in ö. Erbländern möglich, zu wenig Bürgertum, multiethizität, Kriege wieder willen: gg. Frankreich + Türkenbelagerungen.- Frankreich führt strategische Offensivkriege., zu geringe Ausgaben- kein Merkantilismus, Österreich: Kameralismus= versuch Wirtschaft im Landesinneren zu stärken- Staatsfinanzen aus Kammergüterertrag. Ständeversammlung: HB braucht Stände u.z. regieren.
Vergleich zu England: Entscheidend: 17. Jhd., Engl. wird größer; Könige: Jakob I, Karl I, Karl II, Jakob II; Stuards wollen Absolutismus nach Franz. Vorbild- Parlament wehrt sich, Karl I löst Parl. Auf (1629- 1640 kein Parl), 1638: Schottenaufstand: Karl I braucht Parlament für Steuern und gg. Schotten: Zugeständnis: Lord Stafford hingerichtet.; danach neue Auflösung des Parlaments- Verfolgung der Mitglieder, nach 1640: Bürgerkrieg- Parlament gg. Krone– Dauer: 8 Jahre, 1648: niederlage- Karl I wird geköpft (Tabubruch), Militärdiktatur durch Oliver CROMWELL: verleiht sich Titel: Lord Protector, herrscht bis zu seinem Tot 1659, neu formiertes Parlament wendet sich an Karl II im Franz. Exil., Karl II versucht Franz. Absolutismus, scheitert an seinem Katholizismus (Bevormundung kath. Bev.) Nachfolger: Jakob II (1685-1688) muss nach glorreicher Revolution Land verlassen, Parl. Holt Schwiegersohn Willhelm III aus NL, unterschreibt Bill of Right (……..) Nachfolgerin –Anna, 18. Jhd. Anna stirbt ohne Erben- Macht an Parlament- Fürst v. Hannover, Georg, wird König, hält sich wegen schlechter Sprachkenntnis sehr zurück.

10. Frage: Grundgedanken, Ideen und Wirkung der Auklärung

1. Aufklärung hängt mit Hochschätzung der Vernunft zusammen : Rationalität fordert Anrecht auf Bildung der Menschen:
Skeptizismus: hinterfragen, durchdenken, eventuell reformieren; eine Optimistische Zeit wie keine Z. zuvor (glaube an die Zukunft); Humanismus: im Zentrum der Mensch; Toleranz: versch. Denkmodelle zulassen; Freiheit: Voraussetzung für Vernunft!
Politische Ideen: Thomas Hobbes wird anders interpretiert= freiwillige Übertragung der Macht; Montesquin: schreibt Buch über „Geist und Gesetz“ :definiert Exikutive, Legislative, Judikative- ideales Modell= Trennung der 3 Gewalten, Buch sehr erfolgreich und fast verboten; Aufklärung ist gegen erbliche Privilegien rechtlicher Natur (Steuerrecht), Abschaffung von Eigentum an Menschen (Sklaverei)
Rechtsbereich: Ende Gesinnungshaft; Chesave Beccarua: Buch über Verbrechen und Strafe: gg. Folter, Recht auf Verteidigung, gg. körperliche Bestrafung, Todesstrafe, Strafe= Prävention, nur realer Schaden wird bestraft. 30 Auflagen, trotz Indexirung im Erscheinungsjahr in alle EU Sprachen übersetzt.
Wirtschaft: Physiokratismus: Quesnais (1694-1774): Förderung der Landwirtschaft, da unmittelbare Lebenserhaltung, 3 soziale Gruppen: Bauern, Pächter, Landarbeiter (classe productive), Bindeglied zwischen Produzent u. Konsument, Händler, Kaufleute (Classe distributive), Konsument (Classe stérile); LW Produkte reguliert, da Einfuhr nur gg. hohe Zölle, Freihandel für gewerbliche Produkte.
Aufwertung der Landwirtschaft kommt zwar zu spät, setzt aber Impulse: neue Wertschätzung- parallel Forderung Abschaffung Leibeigenschaft, Gründung v. Schulen- Bildung im Ländlichen, Vergrößerung der LW Einheiten- Betriebsvergrößerung
Situation der Landwirtschaft in England: Bauern sind nur „Angestellte“ auf grundherrlichem Grund, von GH entlassen um größere Güter entstehen zu lassen. Viele Bauern müssen Land räumen, Agrarreform von 1750 führt zu Steigerung der Produktion bei verringerter Anbaufläche- Nutzung der Kartoffel garantiert Versorgung. Viele Menschen in den Städten- geringer Lohn= Vorrausetzung für Industrialisierung.
Politische Wirkung: Aufgeklärter Absolutismus in Österreich: Josef II- „Asses für das Volk, aber nichts durch das Volk“ – setzte viele Ideen der Aufklärung im diktatorischem Stiel durch: Abschaffung der Todesstrafe (Ausnahme= Verbrechen des Aufruhrs),Toleranzpatent: freie Religionsausübung, alle christlichen K., später auch Judentum; Staatliche Eingriffe in Kirchenleben: Aufhebung aller nicht gemeinnützigen Klöster- (nur Seelsorge, Krankenpflege, Unterricht blieben), beschlagnahmtes Klösterliches Vermögen in Religionsfond (Finanzierung kirchl. Einrichtungen- bis 1938 keine Kirchensteuer), Gründung von Priesterseminaren= P. als Regierungstreue Diener, Gründung des AKH, Taubstummeninstitut, Waisenhäuser, Gugelhupf= erste Irrenanstalt der Welt.

11. Frage: Die französische Revolution:

1789: Warum in Frankreich? Faktoren: Ludwig XVI reagiert nicht auf Reformideen trotz Hochblüte aufklärerischen Denkens, Bürgertum ökonomisch stark- will mitregieren, Staatsbankrott (Adel u. Klerus v. Steuern befreit, will nicht freiwillig zahlen), versuch des Papiergeldes scheitert, zusätzliche Finanzbelastung durch durch franz. Hilfe Amerikas gg. England (unabhängigkeit A.),Brotpreis steigt um 50% dazu steigende Arbeitslosigkeit, Freihandelsabkommen mit England führt zu Preisverfall, Ludwig XVI gezwungen die Generalstände wieder einzuberufen= Ende des Absolutismus in Fr.: 1.5.1789
Revolution in 3 Phasen:
Bis 1794: 1789-1781: Verfassungsgebundene Nationalversammlung vom Bürgertum verlassen und am Ballhausplatz fortgeführt als Verfassungsgebende NV- Bürgertum: wir sind das Volk. König bestätigt VGN (mit Vertretern des niedrigen Adels), von einzelnen Personen der NV gesteuerter Druck der Straße: Sturm auf die Pastille: 14.Juli 1789 (symbol für Unterdrückung)- Plünderungen beginnen in Paris, werden aufs Land ausgeweitet- Adel flieht ins Exil. Clubs/ Parteien werden v. pol. denkenden Personen gegründet (Jakobiner, Cordeliers)- zu Beginn Anhänger konstitutionellen Monarchie- immer weiter in Richtung Republik.
Bis 1791: Gesetzgebende Phase: freie Marktwirtschaft entsteht, Zünfte werden aufgelöst, innerstaatliche Zölle aufgehoben, Streikverbot der Arbeiter; Kirchenvermögen säkularisiert. Bürgertum verliert durch Überproduktion von Anteilsscheinen auf Grund und Boden (Assignaten) viel Geld. Gang ins Exil von Ludwig XVI scheitert im Juni 1791- im Triumphzug nach Paris zurück- er wird aller Funktionen enthoben. Neue Gesetzgebende NV mit neuen Mitgliedern tritt zusammen- Radikalisierung beginnt.
Ziele der GNV: Vertiefung der Verfassung (schwierig da kein König), Offensive Kriegsführung: König v. Ungarn wird Krieg erklärt, um HB zu schaden (Niederlage- gilt als Schuld des Adels)
Sturm auf Versailles: König gefangen, keine Monarchie mehr gewünscht!
Bis 1795: Phase des Konvents (Sept. 1792- Okt. 1795) Ausrufung der Republik- VF von 1791 ungültig. König, mittlerweile Bürger- des Hochverrats schuldig- Exekution. Radikalisierung im Konvent: Gegner der Hinrichtung mitschuldig an Hochverrat; Montagnards ringen um Vorherrschaft im Konvent- versuch pol. Gegner zu Exekutieren. Terror breitet sich aus. Selbsternannte Organisationen führen pol. Säuberungen durch (Revolutionstribunal, Sicherheitsausschuss…),Versuch im Sinne der Aufklärung Staat in Grundfesten zu verändern: Ausrottung des Christentums, Umfunktionierung der Kirchen, Neuer Jahreskalender…
Militärische Erfolge wegen Volksarmee (Wehrpflicht)= Kampf für Nation, Heer hat Kariermöglichkeiten.
Robspierre: radikaler Demokrat der nichts für Demokratisierung tut wird aus Angst von Seinen Gefolgsleuten umgebracht (27.6.1794)
Politischer Umschwung beginnt (Radikalisierung Richtung rechts) Konvent verbietet Jakobiner (1794), Girondisten ziehen wieder in Konvent ein. Girondisten stoppen letzte Erhebung der pol. Linken (Straßenaufstand) Ab 1795 bürgerliche Republik aufgrund von: ökonomischem Aufschwung, Rechte punktet durch niederschlagung der Straßenrevolution (Sicherheit), Außenpol. Erfolge: Belg. NL, LUX gebiete erobert- andere Länder zu Separatfrieden gezwungen.
Bürgerliche Republik will neue Verfassung- beendet Konventsphase: Dictoire Régime: 1795-1799 dazwischen (1797) kurzer Putsch. = 2 Legislative Kammern, 2 Regierungen, gewählt nach Zensuswahlrecht- jeweils 2 dienen der gg. Kontrolle.

Bereich II


B3: 1. Frage: Napoleons Hegemonieansprüche und deren Auswirkungen auf Österreich und Preußen
Phase 1795-1799: Beginn Napoleon: Erste verdienste mit Niederschlagung eines Putsches;
1796: große Offensive gg. Österreich: mit kleinerer Armee gg.. Moreau- bis Semmering– guter Ruf. Österreich muss Friede beschließen, Belgien an Frankr., Ligurien anerkennen- Zwergstaaten.
Hegemoniebestrebungen: – Fr. wird Offensiver, v. Fr. abhängige Republiken werden gegründet.
Phase des Konsulats: 1799: Sieyés plant Staatsstreich: Verbündete: Bankier Ducas (Geldgeb.), Napoleon (stellt Armee), Nach Erfolg Napoleon Macht 1. v. 3 Konsuln- Parlament besteht aus 3 Kammern die von 1. K. bestellt werden. Nachträgliche Legitimation (Volksabstimmung) durch das Volk. N. baut Exekutivgewalt aus. Verwaltungsreform: Nationalbank, Code Civile (Zivielrecht), Bürgerrecht: Gleichheit v. Gesetz, gleicher Erbanspruch, Vertragsfreiheit (Kein KV, keine Gewerkschaften) Mobilität v. Grund u. Boden, Standesamtliche Ehen,
Auswirkungen militärischer Erfolge: Ö: zunehmend Kooperation v. Teilen d. Dtsch. Reichs mit Frankreich. Atmosphäre veränderungsbereit in Bezug auf Kaiserreich und Fürstentümer.
Napoleon entwickelt Idee d. Reichsdeportationsausschusses: 1803: Säkularisierung aller geistlicher Fürstentümer, 1806: Ende des Hl röm. Reichs Dtsch. Nation., 1804: Kaiserreich Österreich- umfasst alle HB Besitztümer- Kaiser Franz II (I)= Franz I v. Österreich.
2. Dez. 1804: Kaiserkrönung Napoleons nach Parlamentsbeschluss und Volksabst.
Napoleon und England: England ohne Landarmee gewinnt alle Seeschlachten, geschwächt durch Kontinentalsperre= kein Exporte in EU, funktioniert nicht gut: Prod. Werden inoffiziell eingeführt, KS. Kommt Vorteil gleich da lukrativer Überseemarkt und Indien.
1810: Russland nimmt Handel mit GB wieder auf (Schutzzölle) Frankreich erklärt RUS den Krieg- alle verbündeten werden zur Teilnahme gezwungen (600 000 Soldaten)
Gegentaktik RUS: lockt Armee in Landesinnere und schneidet Versorgung ab- Spätherbst erreicht Armee Moskau- RUS zündet Hauptstadt- gg Überwinterung Napoleons. Rückzug- verbündete verlassen zunehmend Armee- es erreichen nur 20 000 Soldaten Ostpreußen.
Großteil der Zwangsverbündeten Wechselt die Fronten, Napoleon verliert Große Schlacht bei Leipzig (1813), Bordeaux wird erobert, 1814 dankt Napoleon ab.

B3: 2. Frage: Der Wiener Kongress und die Ära der Restauration

Der Wiener Kongress I:
(1814/1815) Nach der Niederlage Napoleons versuchte der Wiener Kongress, unter der Leitung des Österreichischen Außenministers Metternich die durch Napoleon stark veränderten Grenzen neu festzulegen. Alle Europäischen Größen nahmen teil. Für die Teilnehmer wurden sehr viele Festlichkeiten veranstaltet: „Der Kongress tanzt“
Die Herrschaft der 100 Tage: 1815: Napoleon verlässt Elba und landet in Frankreich. Er benötigt nur 3 Wochen um in Paris wieder als Kaiser einzuziehen.
Die Alliierten handelten sofort: Briten und Preußen schlugen Napoleon bei Waterloo, die Ö. kamen zu spät. N. ergab sich Briten und wurde auf St. Helena gebracht, wo er 1821 starb.
Der Wiener Kongress II:
Nach dieser kurzen Episode verliefen die Verhandlungen ernsthafter: Restauration: Wiederherstellung der politischen Zustände von 1789, Legitimität: Rechtfertigung der Ansprüche der alten Dynastien, Solidarität: gemeinsame Interessenspolitik zur Abwehr revolutionärer Ideen.
Heilige Allianz: Zusammenschluss von RUS, Ö, PREU, – Schutz der Religion, Frieden und Gerechtigkeit.= Bündnis der Reaktion, später treten alle Mächte außer England, Türkei und Papst bei.
Grenzveränderungen nach Kongress: Ö. verzichtet auf Südpolen, Belgien- Entschädigung: Salzburg, Tirol; Lombardei, Venedig, Dalmatien zu Ö. / kleine Gebietsabweichungen in Frankreich (Saarland an Preu.)
Die Ära der Restauration (1814-1830): Streben der Wiederherstellung der alten, vorrevolutionären Ordnung. Konservierung des Status nach Kongress.
Dies führt zwar zu längerer Phase des Friedens und Sicherheit, viele Probleme sind nicht gelöst: Nationalismus: Forderung nach Nationalstaaten wird immer größer (Teile Polens in Ö, viele Kleinstaaten in Ital.- Nationalisten wünschen Nationalstaat) Liberalismus: Forderung nach Verfassungsstaat, Freiheit (Glaube, Presse, Rede)
Ideologien (Nationalismus, Liberalismus) müssen unterdrückt werden: Rev. Gg. span. König wird mit Hilfe Frankreichs niedergeschlagen, Italien: Habsburgische Nebenlinie N- Italien, Bourbonische Nebenlinie ab Neapel, Kirchenstaat in Mittelital. 1820: Aufstand in Neapel- von Habsburgern niedergeschlagen. Alle Revolutionen in Europa werden niedergeschlagen, bis auf Belgien- wird selbstständiges Königreich und muss Neutralität erklären.

B3: Frage 3: Ursachen und ökonomische Veränderungen der Industrialisierung

Unter Industrialisierung versteht man im Allgemeinen die Einführung und Verbreitung industrieller Formen der Produktion von Waren. Ausgangspunkt war England, da schon im 18. Jhd. viele Voraussetzungen gegeben waren wie: Stellung als Handels/Kolonialmacht, Rohstoffe (Kohle, Erze, Baumwolle), Handelswege (Meere, Flüsse, Kanäle, Straßen), Kapitalreserven (gewinne aus Kolonien und Sklavenhandel), förderliche Wirtschaftsgesinnung (Sparsamkeit, Profitdenken), Arbeitskräfte und investitionsfördernde Unternehmer.
Was braucht man für Industriellen Betrieb? Kapital, Grund und Boden, Arbeitskräfte, technisches Wissen, Infrastruktur, Rohstoffe, Absatzmärkte, Mentalität (Bereitschaft zu Kapitalismus)
Österreich: keine Industrialisierung da: Kapital-, Arbeitskräfte- und Rohstoffmangel. Arbeitsverbot für Adel.
Technische Entwicklung: 1709: Verkokste Steinkohle wird als E- Träger eingesetzt., 1770: puddeling Process: Fremdstoffe aus EE heraus, um 1780: EE Schmiedefähig.
James Watt: 1775: Dampfmaschine (für Pumpanlagen bei Kohlegruben)
Textilindustrie: lange zeit nur Wasserkraft- wasserbetriebene Spinnmaschinen ersetzen 200 Arbeiterinnen- mechanischer Webstuhl erst später.
1. Take off: 1770-1795: Fülle v. Fabriken in GB- nur kapitalstarke Firmen überleben (reinvestiertes Kapital) Neue Klasse: Unternehmer (Herkunft Stände, Adel, Bürger); neue soziale Gruppe: Fabrikarbeiter: anfänglich Handwerker, später billige Arbeitskräfte- löhne orientieren sich am Angebot an Arbeitskräften (Verarmung durch Industrialisierung) GB gewinnt durch Kontinentalsperre.
2. Take off: 1820: Professionalisierung der Weberei- leistungsstarke Webstühle- Aufschwung durch Kriegsende (WrK) GB: Marktprobleme werden reguliert- Welthandel, Kanalbau im Inland (700 km Netz) 1. Flussdampfer, 1819: Atlantikquerung mit Schaufelraddampfer, 1812: erste innerbetriebliche Dampflok, später verbinden die Bahnlinien Prod.Ort mit Hafen, 1830: Mancester-Liverpool,
3. Take off: 1830: Eisenbahnbau (200t Eisen für 1km Strecke), Staaten wie Frankreich, Ostschweiz, Belgien ebnen mit Liberalisierungen, Verfassungen und Unterstützung des Bütums. weg für Industri.
4. Take off: ~1850: GB verkauf EB know-how, Material und Maschinen an andere Länder (mit Heizer und Fahrer), junge Kontinentale Industrialstaaten beginnen sich abzuschotten- GB stärker nach Übersee- Wachstum im übrigen EU eher langsam.
Schiffe verändern sich stark: Segelschiffe wesentlich schneller- Dampfschiffe für schwere, nicht verderbliche Waren- zunehmend mit Eisenrumpf. Techn. Entw.: Telegrafie, Phonographie, Elektromotor,
5. Take off: Veränderungen in Eisenindustrie: Verfahren zu Stahlgewinnung: Konventor (Kohlenstoff entziehen), Siemens-Martin Verfahren (Schrott zu Stahl), Thomas Verfahren: Phosphor aus Eisen (nur in Frankreich nötig) Alteisen (Schienen werden recycelt)
2 neue Industrienationen: Dtsch. Reich: 1870 Senkrechtstarter in EU, USA: Nach Bürgerkrieg setzt sich Norden gg. Landwirtschaftlichen Süden durch und werden Weltgrößte I- Nation.
1870: neue Industriebereiche: Elektroindustrie, Telefon gewinnt an Einfluss, Glühbirnen zur Stadtbeleuchtung. Chem. Industrie um 1900
Ö: 1830 nur um Böhmen, Ungarn bis 1918 Agrarstaat, RUS: zu wenig Kapital- ab 1890 erste Entwicklung mit Franz. Kapital.

B3: Frage 4: Die soziale Frage und ihre Lösungsversuche als Konsequenz der Industrialisierung

Die soziale Frage bezeichnet das heiß umkämpfte gesellschaftspolitische Problem der unwürdigen sozialen und wirtschaftlichen Lage des zahlenmäßig starken „4. Standes“, dem der Fabrikarbeiter. Die ideologisch zentrale Antwort war der Sozialismus:
Konzept des Sozialismus: Kollektivierung d. Arbeitsstelle, in Besitz des Arbeiters, privates Eigentum = eingeschränkt bis hin zu völligem Verbot v. priv. Eigentum
Vordenker unter Sozialisten: Saint Simon: Arbeitsethos- Definierung durch Arbeit- abgrenzend zu Adel. Arbeit ist Beitrag zu Gesellschaft., fordert Abschaffung des Erbrechts- Neuverteilung durch Staat. Pierre Proudhon: Eigentum = Diebstahl- auch gg. Erbrecht, Luis Blanc: Recht auf Arbeit- Staatsbetriebe- Prod. Genossenschaften,
Karl Marx, Friedrich Engels: 1847- Kommunistisches Manifest (Forderungskatalog)- Sein bestimmt Denken- ökonomische Befindlichkeit beginnt mit Möglichkeit der Veränderung des Denkens. Marx verändert These von Hegel: nicht Ideen sind treibende Kraft in Geschichte sondern ökonomische Befindlichkeit. Klassenlose Gesellschaft nach Diktatur des Proletariats: spitzt Polarität Bürgertum vs. Proletariat weiter zu.
1867: Das Kapital: Ausbeutung läuft über Mehrwert eines produzierten Produkts, dessen Ertrag unverhältnismäßig zu den geringen Kosten für dessen Produktion (Arbeiter) steht.
Starke Polarisierung durch immer größer werdende Zahl v. lohnabhängigen am Existenzminimum. Produkte finden keinen Absatz- große Firmen schlucken kleinere. In dieser Phase der Implosion soll Revolution einsetzen. Der Versuch einer Sozialgesetzgebung im 19. Jhd. (Löhne aus Existenzminimum- Konsum stärken) hält Kapitalismus am Leben.
2. Band Das Kapital: Der Kapitalist soll freiwillig auf einen Teil des Mehrwerts verzichten um eigene ökonomische Einkünfte zu steigern = Stabilisierung des Kapitalismus.
Formt Politische Parteien (sozialistische Part., Sozialdemokrat. P.) Instrumente des Kampfes: Gewerkschaften. Diese, anfänglich noch durch die Vertragsfreiheit verbotenen Gewerkschaften werden so mächtig, dass Kooperation notwendig wird.
Probleme: alles im kollektiven Besitz- kein Leistungsanreiz für Teile d. Bev., Antireligiosität v. Marx hält teile d. Bev. Fern. Kirche steigt erst später in Thematik ein: Kolping- Heime: wohnmöglichweit für bürgerliche Unterschicht., ähnlich Reiffeisengesellschaft, Vogelsang (koppelt Kap.Krit. mit Christl. Grundsätzen), 1891: Papst befasst sich erstmals mit Thematik: warnt vor Sozialismus und Auflösung v. Eigentumsverh., nimmt Kapitalisten in die Pflicht (geben und nehmen)

B3: 5. Frage: Träger, Ziele und Erfolge der bürgerlich- Liberalen Revolutionen in Europa (1830-1848)

1830: Obwohl nach 1815 in Europa die Zeit der Restauration einsetzte, konnte nicht völlig zu den alten Verhältnissen zurückgekehrt werden. Das Bürgertum strebte nach Verfassung und mehr Freiheiten. Im Juli 1830 kam es in Paris zu einer Revolution der sich auch Studenten, Handwerker und Arbeiter anschlossen. König Karl X dankte ab und ein neuer „Bürgerkönig“ wurde gewählt (Luis-Philippe) Eine Wahlrechtsreform wurde durchgeführt, die in erster Linie das wohlhabende Bürgertum bevorzugte. Die Julirevolution löste in ganz Europa Liberale Proteste aus. In England erfolgte 1832 eine Wahlrechtsreform (etwa jeder 5. mänl. Engländer konnte wählen) Belgien wurde ein selbstständiges Königreich mit Verfassung und diente vielen Liberalen als Vorbild. Zahlreiche Staaten des Deutschen Bundes forderten ebenfalls eine Verfassung und Pressefreiheit, trotz Zensur entstanden neue Zeitungen die diese Forderungen verbreiteten. Vielfach verbanden sich die liberalen Forderung auch mit dem Streben die vielen deutschen Territorien zu einem Staat zu vereinen. Die liberalen Bestrebungen wurden aber neuerlich unterdrückt, viele flohen in die Schweiz, Frankreich, England oder Übersee. Vollkommene Ruhe konnte allerdings nicht mehr erzwungen werden- auch die soziale Frage stellte sich immer drängender- Hungerrevolten und Aufstände wurden, wie der der Weber und Spinner in Schlesien vom Militär niedergeschlagen.
1848/49: In den Jahren 1848/49 fanden in vielen Staaten Europas von nationalen Bewegungen, sozialen Spannungen und einer tiefgehenden Wirtschaftskrise getriebene Revolutionen statt, die die politische und gesellschaftliche Ordnung weit stärker erschütterten als alle Aufstände seit dem Wiener Kongress.
Träger: Frankreich/Paris: Arbeiter, Bürgertum- unterschiede: Allgemeines, gleiches Wahlrecht- sozialistische Umgestaltung, Revolution erst von Arbeitern getragen- später v. neuer Bürgerlicher Regierung niedergeschlagen.
Österreich/Wien: Bürgerliche, Studenten, Bauern; Wenzel Messenhauser: bedeutender Anführer der Aufständischen; Nationale Bewegungen in Habsburgerländern (Ital. Ungarn, Tschechien)
Ziele: Österreich: Rede- Pressefreiheit, Gleichheit der Religionen, Lehr und Lernfreiheit, öffentliche Gerichtsverfahren, Geschworenengerichte, Beseitigung der Bäuerlichen Untertänigkeit (Bauernbefreiung) allgemeine Volksvertretung.
Frankreich: Nationale Frage spielt in Fr. keine große Rolle- Arbeiterfrage: allgemeines Wahlrecht und soziale Besserstellung- Gegensätze in der Revolutionären Bewegung: Arbeiterschaft, Bürgertum.
Italienische Gebiete der Monarchie: erfolgloser Versuch der Trennung (Feldmarschall Radesky); Tschechische Nationalbewegung: Eigene Verfassung für KR Böhmen- Prager Pfingstaufstand- gg. Militär keine Chance; Ungarn: eigene Regierung: erst erfolgreich, später wegen Gegensätzen- Magyaren und anderen Gruppen (Kroaten)- von Ferdinand I abgesetzt.
Erfolge: Österreich: Rücktritt von Staatskanzler Metternich und Aufhebung der Zensur; Verfassung und Wahlrecht für wohlhabende Schichten durch neue Regierung (Kaiser Ferdinand I- ohne Revolutionäre); erster gewählter Reichstag (22.Juli 1848) beschließt Aufhebung der Bäuerliche Grunduntertänigkeit = Bauernbefreiung; RT wird später wieder aufgelöst- liberale Verfassung der Regierung folgt (Verfassungsoktroy)
Umfangreiche Verwaltungsreform in Ö.: Ministerien für Inneres, Unterricht, Handel und Ackerbau, Justiz in allen Bereichen von Verwaltung getrennt,
Revolution scheitert warum? Österreich: Militärische Erfolge der Kaiserlichen Armeen, Gegensätze innerhalb der Bewegungen, Ausscheiden der Bauern, nationale Zersplitterung, Solidarität der Gegenrevolutionäre, Politisierung der Arbeiterschaft und deren streben nach staatsbürgerlicher Gleichberechtigung stößt im Bürgertum auf Ablehnung- Gefühl der Bedrohung und Furcht vor neuerlicher sozialen Revolution.

B3: 6. Frage: Nationalismus und die Ausbildung neuer Nationalstaaten (Deutschland und Italien)

Unter Nationalismus versteht man das Bestreben homogener Gruppen (im 19. Jhd. Eindeutig über gemeinsame Sprache) in einem gemeinsamen Staat zu leben. Dies gilt einerseits für Staaten mit mehreren Kulturgruppen, der in viele kleinere zerfällt, wie auch für mehrere Staaten gleicher Kultur die sich zu einem großen Staat fusionieren.
ITALIEN: Große Bedeutung: Krimkrieg (1853-1856): Beteiligt: Frankreich (Napoleon III- Rückhalt in der Bevölkerung durch aggressive Politik- Widerbelebung der Orientfrage), Russland (Nikolaus I), Osmanisches Reich (unterstützt von Frankreich u. GB)
Nachdem RUS einen Teil des Osm.Reich besetzt wird es v. Fr. und GB am Vormarsch gehindert- es kommt zu einem blutigen Krieg und Internationalem Konflikt. Österreich provoziert durch bewaffnete Neutralität- RUS empfindet als Verrat (Hilfe bei Ungarnaufstand 1848)- Ö. Isoliert, Piemont/Sardinien wittert Chance durch Teilnahme an Franz/GB Seite (Graf Cavour), 1856: Friede v. Paris: Russen müssen erobertes Gebiet zurückgeben- neuer Staat, Fürstentum Rumänien- Puffer zw. OsmanReich und RUS. Krieg gg. Ö. führt zu Verlust v. Lombardei. Ziel: Erwerb v. Venetien und von HB regierte Ital. Kleinstaaten für KR Italien unter König V. Emanuel II (1861)- Kirchenstaat bleibt v. Napoleon beschützt- bis 1870: Dtsch.Franz. Krieg- Fr. zieht Truppen aus KS ab- Rom wird Hauptstadt.
DEUTSCHLAND: 2 Modelle: Großdeutsche Lösung: (mit allen HB gebieten unter Ö. Führung- für Nationalisten ungeeignet), Kleindeutsche Lösung: (Regiert v. Preußen, Ö= exkludiert- nicht für Deutsche HB- Nationalisten + Bayern);
Der 1815 gegründete Deutsche Bund entsprach nicht den Vorstellungen eines geeinten Deutschen Reich. Vorstufe zur Einigung: Deutscher Zollverein (1834); Deutscher Nationalverein (1859): Ernennung Otto v. Bismarck zu Preu. Ministerpräsident; anfänglich sehr unbeliebt- handelt gg. Parlament (Heeresreform eingeleitet), 1864: Dtsch.Dän. Krieg: Dän. König will Zusammenlegung Schleswig Holstein mit KR Dän.- trotz Verbot v. Dtsch. Bund = Krieg- Dän. Verliert. – Aufteilung zw. Deutschland und Österreich: Vertragsbruch in „Schl-Holst-Frage“ durch Ö. = Krieg mit Preußen: P. gut vorbereitet- möglicher Krieg gg. geschwächtes Ö.- Bismarck verschont Ö. (Verbündeter) Auflösung des Dtsch. Bundes und Gründung d. N-Deutschen Bund-Verbündete Österreichs werden adaptiert und Teil Preußens.
Kleindeutsche Lösung im Werden: versuch des Anschlusses Bayern (nur durch äußere Aggression Solidarisierung d. Dtsch. möglich): Bismarck indiziert Krieg mit Frankreich (Vorgesch. In Span, Hohenzoller als K., Presse, Telegram Napoleons an Preuß. König, Wilhelm schreibt Antwort- Bismarck überarbeitet ins Unhöfliche- Napoleon erklärt Krieg)
Alle Dtsch. helfen zusammen- Entscheidungsschlacht bei Sedan- 1871: Kapitulation Frankreichs: strenger Friedensvertrag: Elsas/ Lothringen abtreten, hohe Reparation an Dtsch.
Dtsch. Kaiserreich wird in Versailles ausgerufen (2. Kaiserreich: 1871-1918) (keine Bismarck- Idee)
Dtsch. Kaiser Willhelm I, Bismarck= Reichskanzler/Außenminister
Dtsch. Reich: 41 Milo. EW, sehr modern: Bundesstaat- Bundesrat- Reichstag- gewählt durch allgemeines, direktes, geheimes Wahlrecht- alle Männer ab 25.

B3: 7. Frage: Die Habsburgermonarchie im Zeitalter der Nationalstaatenbildung (1848- 1918)

Trotz der Niederschlagung der Revolutionen 1948/49 bestand die oktruierte Verfassung von März 1949 zumindest Theoretisch noch immer. Es wurde aber Absolutistisch regiert. 1851 verfügte Kaiser Franz-Josef mit dem Sylvesterpatent die Auflösung der Verfassung und die Zeit des NeoAbsolutismus. Neben der Pressefreiheit, öffentlichen Geschworenengerichten und ö. Gerichtsverfahren wurden auch die Autonomie der Gemeinden aufgehoben- man wollte mehr Zentralismus. Unangetastet blieben aber zwei Errungenschaften der Revolution: die Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz und die Bauernbefreiung, die im ZA des NA durchgeführt wurde.
Ö. war zu dieser Zeit nicht leicht regierbar: große Gegensätze zwischen den versch. Bev. Gruppen (Nationalismus), stärkster gg.: Österreich vs. Ungarn. Trotzdem viele Erfolgreiche Veränderungen: Einkommenspflicht für Adel, Beseitigung v. Binnenzöllen, Reformen im Bildungswesen, Schaffung der Gendarmerie, Konstitution v. Gemeinden, Bildung der Handelskammern,
1. große Krise: Kriegseintritt (Sard/Piemont) 1759 schwächt das Reich, das Unterliegen führt zu erhöhtem Druck der Bev. auf VF, Friede v. Zürich: Ungarn bekommt VF + alte Privilegien zurück. Gegensatz Zentralismus vs. Föderalismus stark diskutiert: Oktoberdiplom (1860) gg. Wunsch der Dtsch. Liberalen- da föderalistisch., Februarpatent (1861) im Gegenteil Zentralistisch (va. Ausdruck liberaler Politik), viele Verfassungsexperimente scheiterten. Regiert wurde aufgrund eines Notstandsparagrafen- wiederstand v. Italienern, Kroaten, Tschechen und Ungarn. 1865: Aufhebung des Februarpatents- neue VF angekündigt.
1866: Niederlage im Krieg gg. Preußen erhöht Druck auf Monarchie: 1867: Großangelegte Staatsreform: Dualismus: geschl. durch Ausgleich mit Ungarn: 2 Reichshälften, beide RH haben mit begr. Ö-U nur begrenzt zu tun (U: teile Slowakei, Siebenbürgen, Teile Kroatiens: nichts mit Ungarn vor und nachher zu tun),
Österreichische Reichshälfte: Dalmatien, Istrien, heutiges Österreich, Böhmen u. Mähren, Südpolen, südwest- Ukraine, KR- Galizien: alle unterschiedliche Ethnien.- slawische Dominanz in summe des R., Kennzeichen d. Reichs: verwaltet in Personalunion: Krone in Wien u. Budapest, Zusammenhalt durch: gemeinsame Außenpolitik, ein Heer, gem. Finanzministerium (Binnenangelegenheiten= selbstständig)
Alle 10 Jahre Ausgleichsverhandlungen: tendenziell 70:30 für ÖRH- URH will immer weniger zahlen. Entwicklung in RH separat: Jede VF- Änderung betrifft nur jeweilige RH, Ende 1867: ÖRH eigene Verfassung: Dezembergesetze oder Staatsgrundgesetz: (teile dieser VF noch heute geltend.)konstitutioneller Staat- Ende des Absolutismus in Ö. (mit einschrenkungen: rechte des Reichsrates eingeschr.: Notverordnungend. Reg. Können RR umgehen), Basis der VF: Regierung wird gewählt- ist Parlament und Kaiser verpflichtet: liberale setzen sich durch: aufhebung d. Konkordats (freie Wahl d. Glaubensbek., Eherecht, schwächung der kirchlichen Dominanz in Schulen), Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, klares Vereinsrecht, einhalten d. allg. Schulpflicht; 1870: Aufbruchsstimmung kommt durch Intern. Wirtschaftskrise zu erliegen, 1878: Börsenkrach, Weltausstellung in Wien wegen Ausbleiben d. Käufer ein Disaster. Liberale verlieren Ansehen.
1878: Herrschaftsgebiet vergrößert durch Okkupation v. Bosnien H. nach Krieg (Serbien-Osman.Reich, Russen, um Serbien am Meerzugang zu hindern: Problem: hohe Kosten, noch mehr Slawen die v. Liberalen nicht gewünscht. Nationalliberale fordern nach Bildung des Dtsch. Reichs Anschluss. – führt zum Ende des Liberalismus durch Desaster bei Wahlen.
1. Kanzler: Taaffe: proslawische Politik: konservativer Sozialreformer, Bildung 2 Bund, 3 Bund, Legislaturperiode 4 Jahre, Absenkung des Wahlzensus (schlecht für LIB- da mehr Wahlberechtigte), Sozialgesetzgebung (Arbeitszeit, Verbot Kinderarbeit); Selbstmord v. KP Rudolf: nachfolger Franz ferdinand deutlich konservativer,
Entwicklung des Wahlrechts: Die Forderung nach Erweiterung d. Wahlrechts bis 1907 sändiges innenpolitisches Thema. Nach Dezembergesetzen nur stark beschränktes Mitspracherecht d. Bev. – keine direkte Wahl: WB wählten Landtage- diese die Reichsratsabgeordneten. Einschränkung durch Wahlzensus. Viele Reformen: 1873: Kurienwahlsystem- sehr ungleich, nichtbesitzende benachteiligt, nächster Sritt: senkung d. Zensus: dennoch weite Teile der Bev. ohne WR, 1896: allgemeines Wahlrecht (Männer): den best. vier Kurien wurde „allgemeine Wählerklasse“ hinzugefügt. (noch immer sehr ungerecht), 1907: abschaffung der Wählerkurien durch Freiherr v. Beck: allgemeines Wahlrecht Männer ab 24 Jahren.

B3: 8. Frage: Der Imperialismus und die neuen Kolonialsysteme

Das Historische Phänomen des Imperialismus bezeichnet das Bestreben vieler Großmächte und Mittelmächte nach territorialer Ausdehnung- erst wirtschaftlicher und strategischer, später zunehmend nationalpsychologischer Natur.
Wie kam es dazu? Der Beginn liegt in einer Zeit nach Einsetzen der Industrialisierung, erst dann gab es mehrere industrialisierte Staaten.
Ökonomische Imperialismustheorie: Ursache für Imper. Handeln: Kapitalakkumulation- in Ländern der 1. Welt gibt es mehr Kapital als investierbar ist.; Geld wird in nichtindustrialisierte Länder gelenkt. Erschließung neuer Absatz- und Rohstoffmärkte, Anlagemöglichkeiten; Investoren neigen dazu, Hilfe aus dem Mutterland zu holen, um Interessen in fremden Ländern zu schützen= Militärkommando: Land wird zur Kolonie und dies führt zur Übernahme der Verwaltung des jeweiligen Landes.
Sozialimperialistisches Argument: Gesellschaften der 1. Welt gelangen an einen Punkt an dem die soziale Frage ungl. Bedrohlicher wird. Reale Spannungen. Bereitschaft zur Revolte. Überlegung: Bedarf eines Ventils: Schaffung durch Kolonien: 2 Punkte: 1. Möglichkeit auszuwandern, und trotzdem noch zum selben Staat zu gehören= sozialer Aufstieg (bloßes Angebot ist für Industriearbeiter schon ein gewisser Trost); 2. Selbstbewusstsein: Leidensdruck v. Minderprivilegierten unabhängig v. realer Situation. Staat gelingt es, neues, unterstes Segment zu erfinden: Ureinwohner (unterdrückter Gruppe geht es besser, sobald man nicht mehr Underdog ist) Idee: Imperialismus hat mit Innereuropäischer Integrationspolitik zu tun. Zeitgleich erstarkt neuer Antisemitismus. Sozialdarwinismus: sozialdarwinistischer Nationalismus: der Stärkere überlebt = Wille der Natur; SD sowohl Auslöser als auch Rechtfertigung für geschehenes Unrecht: The wite mans woarld.
Russland wächst in dieser Zeit nach Osten, USA wächst nach Westen- Parzifik. Führt letztendlich v. 1830 bis zur Hälfte des Jhd. Zur Aufteilung unter sehr wenigen Ländern.
Afrika besteht bis auf wenige Teile aus Kolonien. Südamerika steht bereits unter Amerikanischem Schutz (Präsident Monroe)
Es gab eine Verlagerung vieler Konflikte an Peripherie (Überproduktion versch. Nach Übersee, Zwischen Europäischen Staaten zunehmend Rivalitäten im Bereich der Rohstoff und Absatzmärkte, Innenpolitische Konflikte bleiben aufrecht (Arm-Reich-Schere)
Bereitschaft Europ. Staaten zu Defensivbündnissen: siehe Zeichnung
Bismarck: Sicherung des bestehenden Staates: Gefahr geht v. Frankreich aus- Ziel: isoliertes Frankreich: 1. Zweibund: Produkt des Handelns Bismarcks, damit Ö. nicht bloßgestellt wird., 2. Dreikaiserbündnis: 1873: Loyalität Ö.- DR.- RUS,
3. Kolonialabkommen: DR- GB (Dtsch. Reich unter Bismarck hält sich aus Kolonialismus heraus), 4. Dreibund: DR, ÖU, I: Bund im Falle eines Krieges: Solange 3 Bund hält ist Gefahr eines Krieges gering- größte Gefahr: GB vs. Frankreich.
Sorgen: dtsch. steigt gegen willen v. Bismarck in Kolonialismus ein: Ziel: Franz. Linie durch Afrika verhindern.; 1884: Dreikaiservertrag wird noch einmal verlängert- gutes Verhältnis ÖU- RUS wackelt wegen Balkan (Transslawismus) 1887: 3 Kaiser Vertrag lässt sich nicht mehr verlängern, Rückversicherungsvertrag mit RUS bleibt als einziges = Neutralitätsabkommen. 1888: Wilhelm I stirbt: Nachfolger: Wilhelm II: entlässt Bismarck: sein Konzept bricht zusammen.

Bereich III

B4: 1. Frage: Die Weltwirtschaftskrise und die politischen Folgen
Der Ausgangspunkt der Weltwirtschaftskrise war ein Strukturproblem der Wirtschaftspolitik nach dem 1. Weltkrieg- Europa hatte große Schwierigkeiten auf eine Friedenswirtschaft umzusatteln. Außerhalb der USA gab es kaum Kaufkraft für die noch recht gut funktionierenden sekundäre Industriegüterproduktion (Haushalt, Autoindustrie). Dies führte automatisch zu einer Überproduktion nach der Sättigung des Amerikanischen Marktes. Auch im Landwirtschaftlichen Bereich, der in den USA zu Kriegszeiten noch gut funktionierte und mit neuen, technischen Anbauverfahren (Traktoren) betrieben wurde rechnete sich kaum- sobald sich die Situation in Europa verbessert hatte kam es zur Überproduktion.
Aktienmarkt: Viele Amerikaner kauften zur Altersvorsorge (kein ausgeklügeltes Versicherungssys.) überzeichnete Aktien- hoher Kaufpreis in keiner Relation zum Realwert. Es wurden auch Sparbücher mit dem „Notgroschen“ aufgelöst, oder Kredite aufgenommen, um Aktien zu kaufen- mit der Aussicht auf hohe Erträge. Ein Preisverfall in der Landwirtschaft schlug auf den Hypothekenmarkt durch, da Darlehen nicht mehr zurückgezahlt werden konnten. Der Zusammenbruch der New Yorker Börse folgte (1929), Aktien verloren weiter an Wert, Börsencrash wirkte sich innerhalb v. wenigen Tagen auf Banken aus: Ö: Bodenkreditanstalt- deutsche Banken folgten. Die verlagerung der Krise in den USA ergibt sich durch die Zahlungsunfähigkeit Deutschlands an GB, I, Frankreich.
Die in den guten Wirtschaftsjahren unbedeuteten extremen politischen Kräfte, allen voran die Nationalsozialisten, gewannen durch die Krise zusehends an Boden.
Politische Folgen: USA: Regierungswechsel: Wechsel zu den Demokraten- Präs. Roosevelt: Politik des New Deal: Ankurbeln der Wirtschaft in Krisenzeiten durch Inkaufnahme v. Budgetdefizit und Auftreten des Staates als Hauptauftraggeber der Wirtschaft (Infrastruktur, Staatsbetriebe)- dadurch aber Steuerleistungen nötig, um nach der Krisenzeit, wenn sich der Staat wieder aus der Wirtschaft zurückzieht, das Defizit zurückzahlen zu können. Das Problem besteht aber darin, dass sich kein Politiker zurückzieht, da dies sehr unpopulär wäre- der Staat ist so nicht langfristig finanzierbar- Lösung nur durch Krieg und Aneignung möglich. Mehr als 20 Mrd. Dollar wurden vom Staat in Wirtschaft investiert, erstmalig Staatsschulden, erstmals Gewerkschaften auf Staatlicher Ebene anerkannt, Alters- und Invaliditätsversicherung.
Die UDSSR blieb durch ihre Abkapselung von der WWK verschont, Staaten mit demokratischer Tradition wie England oder Frankreich fiel es leichter, das Vertrauen der Bev. In die Regierung wieder herzustellen. In den meisten anderen Ländern (D, Ö) trug die WWK entscheidend zum Sieg v. autoritären Parteien bei.

B4: 2. Frage: Faschistische Systeme in Europa am Beispiel Italiens und Österreichs

Österreich: Engelbert Dollfuß: Mai 1932 Bundeskanzler (Regierung mit 1 Stimme Mehrheit), DF entschließt sich zu antidemokratischem Weg: 4.3.1933: Auflösung des Parlaments: Abstimmung über Amnestie v. Streikführern- 1. Nationalratspräsident Renner tritt zurück, um als Abgeordneter mitstimmen zu können- daraufhin legen alle Nationalr.Präs ihr Amt zurück.
Für DF eine Selbstauflösung d. Parlaments, verhindert mit Hilfe d. Polizei weitere Sitzungen. Chr.Soz. rücken immer näher an Faschismus und Heimwehr- andere Parteien existieren zwar noch- werden aber an ihrer Tätigkeit gehindert. Bewaffnung d. Rep. Schutzbundes verboten– Exekutive beginnt SPÖ Lokale zu durchsuchen, Konzeptlose, wenige Schutzbündler eröffnen Feuer auf Exekutive (Feb. 1934)- Bürgerkrieg (kurze Dauer), kein organisierter Widerstand- mit BüKr. wird SPÖ verboten– Führung flieht in Tschechoslowakei- Anhänger tendieren zu Nationalsozialisten– da gg. Chr.Soz.; Kommunisten auch verboten: 1.5.1934: beginn der Ständegesellschaft: Austrofaschismus: 7 Berufsstände, keine Parteien, nur noch Bewegung: Vaterländische Front- Staatssymbol Krukenkreuz, Wahl nur innerhalb eigenen Berufstand.
Politischer Untergrund wächst: besonders v. Nationalsozialisten: 1000 Mark Sperre verhindert Einreise v. Dtsch. Touristen mit kapitalen Folgen; Putsch v. ö. Nazi v. Hitler unterstützt(H. leugnet intern.): Dollfuß wird erschossen (25.7.1934)– Putsch schlägt aber fehl (Regierung gewarnt)
Kurt Schuschnigg wird Nachfolger– schlägt Angebote v. ill. SozDem. einer Einheitsfront aus, Abhängigkeit von fasch. Italien, Blatt wendet sich 1936- Mussolini rät zu Annähehrung an Dtsch. (wie er selbst)
Juliabkommen: führt in geheimen Zusatzabkommen zu Unterwanderung der Nazi in Ö. Treffen in Berchtesgaden(12.2.1938): Schuschnigg gibt Hitler nach- Nazi Seyß-Inquart neuer Sicherheitsminister– Polizei macht nichts mehr gg. Demonstrationen d. Nazi. 12. 3. 1938: Einmarsch Dtsch. Truppen in Ö. um Volksabstimmung Schuschniggs zuvorzukommen. 13.3.1938: Anschluss Österreichs. Nachträgliche Volksabstimmung manipuliert: 99,7%- Betheiligung genauso hoch.
Kennzeichen v. Fasch. Sys. u. Nazi: Antimarxistisch, antiliberal (wirtschaft v. Staat kontrolliert), übersteigerter Nationalismus, Antimodernismus, eine Partei, Totalitätsanspruch, Bauern im Fasch. Ideal, Religion im Fasch. Gepaart- bei Nazi nicht geduldet, beide suchen historische Bezugspunkte; nur Nazi: gepaart mit Antisemitismus, Rassenlehre- Rassismus,
Weitere Fasch. Sys: Spanien (Franco), Kroatien (Ustaca- zeit der Türkenkriege)
Italien: Im Zuge der Weltwirtschaftskrise brach der wirtschaftliche Aufschwung, der durch die Vollendung des totalitären Staates eingetreten war, ab. Mussolini war daher besonders an militärischen Erfolgen interessiert, die das Volk von der inneren Schwäche des Staates ablenken sollte: Mussolini möchte neue Kolonien erschließen, die Unterwerfung der Äthiopischen Völker gelingt mit hohen ital. Verlusten. –diese Kriege, und die Unterstützung des span. Bürgerkriegs führten zu einer Distanzierung des Völkerbundes und einem Handelsboykott: Hitler bietet seine Unterstützung durch Rohstoffe, gg. Distanzierung v. Ö. an.(Juliabkommen 1936) Achse Berlin-Rom entsteht.

B4: 3. Frage: Der Nationalsozialismus

Nach dem Ende des 1. Weltkriegs entstanden in D. eine Reihe von politischen Gruppierungen mit rechtsextremen Gedankengut. Diese gaben den Linken und den Juden die schuld am verlorenen Krieg und den Folgen v. Versailles (Schandfrieden) Aus diesen Gruppen entstand 1920 in München die NSDAP. Den Weg zur macht kann man in 2 Phasen sehen:
1. Phase: Revolutionär (1920-23) Der aus Kriegsheimkehrern und Arbeitslosen gegründeten NSDAP führt Hitler (fast zeitgleich mit Entstehung Anführer) finanzkräftige Personen zu, plant eine Revolution- Putschversuch in München (1923) scheitert kläglich, H. inhaftiert aber schon nach kurzer Zeit entlassen. NSDAP kommt vom Revolutionären Weg ab.
2. Phase: (1925-32) Gang durch die Institutionen: Zulauf durch WWK enorm, NSDAP ab 1932 stärkste Partei- Regierungsbildung scheitert mehrmals- Hindenburg sagt 2x nein- 3. Versuch gelingt: man will Hitler an der Macht scheitern sehen und so entzaubern. (30.1.1933)
Weg zum Einparteienstaat: Trotz des Verbots der Kommunistischen Partei und der Einschüchterung der Soz.Dem verfehlten die NS bei den Wahlen im März 1933 klar die absolute (44%) Nun strebte Hitler direkt diktatorische Vollmachten an. Ermächtigungsgesetz: Aufhebung der Gewaltenteilung- konservative Parteien stimmen zu und sichern so 2/3 Mehrheit. „Gleichschaltung“: Hitler begann alle anderen Parteien zu verbieten- Gesellschaft muss sich an der Partei orientieren.
Gleichschaltung des Heeres: keine Sofortige Gleichschaltung des Heeres (H. Parteienarmeen- Heer duldet keine Konkurrenz) Führer der SA- Ernst Röhm: will 2. NS Revolution: bürgerliche Gesellschaft entmachten und enteignen + Verschmelzung der SA mit Reichswehr. Hitler ging es aber um die alleinige Macht- brauchte kapitalkräftiges Bürgertum für Aufbau der Wirtschaft und Reichswehr für geplante Kriege. „Nacht der langen Messer“ – Hitler lässt führungsspitze der SA festnehmen und ermorden: von Hitler als verhinderter Röhm- Putsch verkauft (30.6.1934): in Wirklichkeit entledigte sich Hitler so einiger ehemaliger Mitstreiter, die ihn nicht als Führungsfigur haben wollten. SA wird stark verkleinert und „reformiert“= werben um vertrauen der Bürger und Reichswehr.
Juli 34: Hindenburg stirbt: Hitler übernimmt Amt unter neuem Titel: Führer und Reichskanzler
Führerstaat beginnt, Veränderung des Fahneneids (auf Hitler selbst), H. Befehl ist Gesetz, Pausenlose Verkündung der Ideologie, beginn eines Wohlfahrtsstaates um Bev. Anzubinden. Jugendverbände: starke Distanzierung zu den Eltern (HJ, BDM) KDF: Kraft durch Freude,
Vernichtung unwerten Lebens: 1935-36: offizielles Töten von Behinderten- wie viel Nutzen für Gesellschaft hat Behinderter- Euthanasiegesetz: 1941 wieder zurückgenommen (auch auf Bestreben der Kirche), danach geht töten weiter (erkranken lassen)
Stationen d. Holocaust: 1. Phase: sofort einsetzender Antisemitischer Druck auf Ebene des Boykotts: ökonomische Benachteiligung/ kaufe nicht bei Juden (öffentliche Anprangerung v. Arischen Käufern) 2. Phase: Nürnberger Rassengesetze: Druckmittel auf Rechtsebene: Unterscheidung: Bürger und Staatsangehörige: Berufsverbote. 3. Phase: 1938: organisierte Gewalt: „Reichskristallnacht“ (Göbelserfindung- vom Zerbrochenem Glas)Göbels versucht RKN als Volkszorn über Jüdisches Verhalten zu inszenieren (Ermordung v. E. Rath durch Grynszpan): SA Leute in zivil und Mitläufer. Ab 1938: deutliche Druckerhöhung: Juden sollen Land verlassen: ab Ausbruch d. 2. WK für Juden schwierig auszuwandern, nach Eroberung Polens praktisch nicht mehr gegeben.
4. Phase: Einführung der Zwangsarbeit, Wannseekonferenz: Endlösung: Vernichtung Europäischen Judentums wird beschlossen- Neue KZ: Vernichtungslager werden gebaut, Infrastruktur ist darauf ausgelegt, nur genug lebende Insassen zu haben um Vernichtung aufrechterhalten zu können: Großes Jüdisches Trauma: Schuld durch Überleben (Kollaboration)
Innenpolitische Erfolge: begründet auf außenpol. Frechheiten: 1933: Ausstieg aus Völkerbund- darauf Achse Berlin-Rom, 1935: Besetzung d. entmilitarisierten Zone Reinland, Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, Aufrüstung- Ausland greift nicht ein, Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg als „Training für großen Krieg“, 1938: Annektion Österreichs (heim ins Reich), Aktualisierung der Sudetenkrise– H. spricht v. Fehler v. Versailles- zwingt Tschechslow. Zum Abtreten d. SudLan.
Vorfeld d. Polenangriffs: Molotov Pakt: kein Angriff der UDSSR für Teilung Polens (Molotow Pakt- Nichtangriffspakt- Hitler-Stalin Pakt)
Kriegsbeginn: Überfall auf Polen: (1.9.1939): Außenpolitik steuert auf Krieg,
 

B4: 4. Frage: Ursachen und Verlauf des 2. Weltkriegs

Ursachen:
Italien: Verstimmung mit Völkerbund wegen nur begrenzter Einhaltung von Versprochenem Gebietszuwachs für 1. WK Eintritt. Italien möchte Herrschaft über Mittelmeerraum. Feldzug in Nordafrika führt zu Sanktionen des Völkerbundes und Isolation: Achse Berlin-Rom entsteht.
Österreich: Anschluss, strategische gründe (Tschechien, Balkan), Goldreserven
Tschechoslowakei: Sudetendeutsche sollen „Heim ins Reich“ geholt werden. Dtsch. verlangt Abtretung der Sudetengebiete, Gipfeltreffen in München: Fr. I. GB stimmen dafür. Zerschlagung der „Rest- Tschechoslowakei“ beginnt. Hitlerfreundliche Slowakei „selbstständig“ – unter Schutz d. Großdeutschen Reiches, Tschechien: bedroht und besetzt.
Sowjetunion: nicht Angriffs Pakt mit Stalin, Gehheimabkommen über Aufteilung Polens.
Japan: Besetzung der Mandschurei, Japan verlässt Völkerbund (Nichtanerkennung Mandschukuo), weiterer Gebietszuwachs, Japanisch- Chinesischer Krieg, Pearl Harbour,
GB, Frankreich: ende der Appeasement- Politik: Einsicht der Nichteinschätzbarkeit Hitlers, Garantieerklärung- Drohung eines Krieges hielt Hitler nicht zurück- rechnete mit Eintritt der Westmächte:
USA: Eindämmen der Expansion Japans in Ostasien
Verlauf in Europa, Osteuropa und Ostasien:
Angriff auf Polen: Hitler glaubt sich durch H-S-Pakt sicher vor RUS, unterschätzt Kriegsbereitschaft v. GB, Fr; selbstinszenierter Grenzzwischenfall (verkleidete KZ-Häftlinge), 1.9.1939 Einmarsch, 27.9.1939: Kapitulation Polens, Besetzung durch Dtsch. und RUS- Kriegserklärung Fr. GB aber keine Hilfe;
Blitzkriege: Dänemark und Norwegen besetzt, 10.5.1940: Westfeldzug beginnt: überfall auf Belgien, NL und LUX, Einmarsch in Frankreich: 22.6.1940- Waffenstillstand- norden blieb besetzt, Elsas/Lothringen an D.
Nun GB alleine: Friedensangebot Hitlers wird v. Churchill abgelehnt- Hitler befahl Invasion in GB, Luftangriffe der Dtsch. zurückgeschlagen, Invasionsplan aufgegeben, Seeblockade- viele Schiffe v. U-Booten versenkt- immer neue von USA.
Blitzkriege am Balkan: Ungarn, Rumänien, Bulgarien: Bündnispartner- Jugoslawien: Belgrad im April 1941 ohne Vorwarnung bombardiert: nach 10 Tagen besiegt: Land aufgeteilt: Untersteiermark an DR, Westslowenien und Dalmatien an Italien, Kroatien selbstständiger Fasch. Staat; 3 Tage nach Jugoslawien auch Griechenland Kapitulation.;
Russlandfeldzug: 22.6.1941: Einmarsch Hitlers in SU (mehr als 3 Milo. Sol.), anfänglich große Erfolge, Millionen Rus. Soldaten gefangen, Herbst 1941: Dtsch. vor Moskau, Leningrad eingekesselt, Sibirische Truppen kommen zu Hilfe (kein Angriff Japans), Vormarsch D. gestoppt, früher Wintereinbruch, gewaltiger Verlust an Menschenleben.
Sommer 1942: Ziel d. Dtsch. bis Kaukasus inkl. Einnahme der Erdölfelder Bakus, bei Stalingrad wird 6. Armee aufgehalten, Monatelanger Kampf um Stadt, Dtsch. Truppen eingeschlossen: Kapitulation d. 6. A.: Februar 1943, 100 000 Dtsch. gefallen, ebenso viele gefangen, nur 6000 kehrten nach Krieg heim. Bedeutet Wende des Krieges in Osteuropa!
Luftkrieg gg. Deutschland: ab 1942: Bombenteppiche, große Leiden der Zivilbevölkerung- zu wenig Schaden für Rüstung. Bedingungslose Kapitulation gefordert: Totaler Krieg: alle kraft in Rüstung, Frauen, Fremdarbeiter, Kriegsgefangene.
Krieg in Afrika: Italien, mit Unterstützung v. D. von Libyen (Kolonie) aus Ägyptenangriff, GB schlug Dtsch. Afrikakorps entscheidend- Briten und USA in Tunis= 2 Fronten: Kapitulation.
1943: Alliierte Landen auf Sizilien und Unteritalien- 25.Juli 1943: Mussolini verhaftet: neue Regierung in Italien: Waffenstillstand gg. Alliierten.
Landung in der Normandie (6.6.1944): hohe Verluste, Alliierte rücken von 3 Seiten vor: letztes Aufgebot der Nazi: Volkssturm einberufen, Überlegenheit der Alliierten, Einsatz v. Wunderwaffen scheitert,
März 1945: befehl Hitlers zur Zerstörung aller militärischen, Verkehrs, Nachrichten, Industrie und Versorgungsanlagen: Krieg verloren= Volk verloren, es hat sich als schwächer erwiesen.
Einmarsch der Sowjets in Berlin: Selbstmord Hitlers, Kapitulation 8.5.1945
Krieg in Ostasien: Krieg Japans wegen Wirtschaftsboykott der USA zwecks Eindämmung der Expansion Japans- Pearl Harbour: Dezember 1941; gewaltige Seeschlacht bei angriff auf Midwayinseln– schwere Niederlage für Japan= Wende: USA erobern verlustreich schritt für schritt zurück,
1945: USA vor Japan
, hohe Verluste befürchtet, Einsatz der A- Bombe, Kapitulation.
 

B4: 5. Frage: Vom kalten Krieg zur friedlichen Koexistenz – Konflikte der Supermächte

Den Ausgangspunkt bildeten die Kriegskonferenzen zwischen Churchill und Roosevelt, bzw. zwischen den Westlichen Alliierten und der Sowjetunion. Churchill und Roosevelt ging es dabei nicht um territoriale Veränderung sondern um Ende der Naziherrschaft und anschl. Dauerhaften Frieden und Abrüstung. Sie vereinbarten, den Krieg nur mit einer bedingungslosen Kapitulation Deutschlands zu beenden. Russland ging es vor allem um die Garantie der Grenzen vom 22. Juni 1941, alle Gebietsveränderungen bis dahin- Ostpreußen sollte zwischen der SU und Polen geteilt werden.
Zonenaufteilung Dtsch. und Ö: Interessensphären werden abgesteckt: Aug. 1945 Potsdam: Deportation d. Dtsch. aus Ostgebieten wird fixiert. Gleichzeitig manifestiert sich bereits bestehender Bruch zwischen Ost u. West. Der Niedergeworfene Feind wird sehr früh als Bündnispartner im Kampf Kapitalismus-Kommunismus erkannt.
1947: Kalter Krieg setzt ein: Trumandoktrin: Eindämmungspolitik: Ausbreitung des Kommunismus Aufhalten- recht der USA auf Einmischung. Truman verhindert Hilfszahlungen v. Westzone an Sowjetunion. Begriff KK taucht auf: keine direkten Kampfhandlungen der Blöcke, Wettrüsten, Drohungen, Vertreterkriege; Maßnamen: versuch der Anbindung- Blockbildung der Supermächte; Marschallplan (1947): ERP (Euro. Recovery Programm): System der Einbindung in Amerikanisches Wirtschaftssystem durch Weiterverkauf v. Sachspenden und Wiedereinkauf mit Erlös in USA- automatische Vernetzung und Lösung für Überproduktion. USA steigt im Ansehen der Bevölkerung, Anwendung des MP in Polen und Tschechoslowakei von Sowjetunion verboten: Teilung der Welt nach den Ländern die die jeweiligen Staaten befreit haben.
1960: OECD (wirtschaftl. Zusammenarbeit in Eu.)- COMECON (RGW): Planwirtschaftlich Struktur östliche Länder.
Aus wirtschaftlichen Blöcken entstehen Militärblöcke: SU- mit befr. Ländern und USA- Angst in W- Europa vor SU führt zu Bildung der NATO:
NATO vs. Warschauer Pakt (1955) beide mit ähnlicher Inhalt: Hilfe bei Angriff eines Paktlandes- Weltkrieg wäre logische Folge.
Atombombe: Ab 1949 beide Blöcke Atomwaffen- Angst v. Atomkrieg verhindert Krieg der Blöcke.
Stellvertreterkriege: Koreakrieg: von Japan besetztes Korea wird von unterschiedlichen Ländern „befreit“- Verfestigung der Fronten- 2 selbstständige Länder. Nach neuerlichem Angriff (China, SU)- Unomandat zur Intervention auf Seite Südkoreas- Krieg v. 1950-53: Bombendichte höher als im 2. WK in EU, 1953: Ende der Kampfhandlungen- Grenze bleibt- Russland griff nicht offiziell ein- daher kein 3. WK. 1953: Stalins Tod- Entspannung.
Vietnamkrieg: Nord-Süd- Gegensatz, offiziell keine RUS = Stellvertreterkrieg.
Kubakrise: Umsturz der Diktatur v. Huan Batista (52-59), Fidel Castro: sozialistische Diktatur eingeführt, USA wütend wegen Kollektivierung auch US- Besitz, Kuba findet verbündeten in UDSSR, Oktober 1962: Kubakrise: USA in Besorgnis wegen Atomwaffenstationierung- SU droht mit Gegenahngriff bei US- Angriff auf K.: UN- Vermittlung: Kompromiss, keine Waffen, Krustschow muss gehen (klein beigegeben)
Ende d. kalten Krieges: Kollaps der Sowjetunion: Rezept des Wettrüstens v. Reagan ging schlussendlich auf. Gefährlicher Poker- da Gefahr eines Amoklaufs deiner geschwächten, perspektivenlosen UDSSR sehr groß.

B4: 6. Frage: Grundlagen und Entwicklungsphasen der 2. Republik

Die Verfassung: Grundlagen: Was steht in der Verfassung? Was ist die Verfassung?
Die Verfassung bzw. die Bundes-Verfassungsgesetze bilden die rechtliche Grundordnung unseres Staates. In Ihr sind festgelegt: die Staatsform, die Struktur d. Staates, bestellung und Aufgaben der Staatsorgane und die Festlegung des Regierungssystems, Organisation- Wirkungskreis und Verfahrensgrundsätze der Staatsgewalt, die Grundrechte.
Verfassungsrecht hat höchsten Rang der Rechtsordnung, kann nur mit 2/3 Mehrheit verändert werden. Seit 1995 (EU) zwei Rechtsordnungen: EU- Recht Vorrang v. nationalem Recht. Über dem EU Recht stehen die Grundprinzipien der Bundesverfassung- Änderung nur mit Volksabstimmung (wie bei EU Beitritt).
Prinzipien der Bundesverfassung: Das republikanische Prinzip: Recht geht vom Volk aus (Bundespräsident ist gewählte Spitze-6 Jahre) Demokratisches Prinzip: (Demokratische Rechte des Volkes, Wahlen, Volksbegehren, Rechtsprechung d. Schöffengerichte) Das Bundesstaatliche Prinzip: (Aufteilung der Staatsgewalten, Gerichtsbarkeit, Bundesrat, Kompetenzen der Länder). Rechtsstaatliche Prinzip: (Gesetzgeber an VF gebunden, Kontrollinstanzen: Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof). Das Prinzip der Gewaltentrennung: (Schutz vor Willkür des Staates, Wiederspruch in pol. Praxis: Parteien- Regierung- Verwaltung- Gesetzgebung)
Fortführung der Großen Koalition als Unabhängiger Staat:
Weltweite Konjunkturbelebung, Währung durch Sparpolitik stabil, Handelsbilanz ausgeglichen, Riesiges Investitionspaket der Regierung (Raab/Schärf): Wasserkraft, Eisenbahn elektrifiziert, Autobahn, : Wirtschaft hatte sich erholt, innenpolitischer Frieden, Staatsvertrag.
Phase der Alleinregierungen: AR ÖVP: 66-70, AR SPÖ: 70-83 Noch große Erfolge am Beginn der 60er Jahre, Mitte der 60er: Figl, Raab, Schärf- Politiker der 1. Stunde starben- Nachfolger streiten über Budget: Neuwahlen 1966: ÖVP absolute.
Große Koalition mit Farbwechselspiel: 86-00, 00-07, ab 07:
1983: Sinowatz kleine Koalition mit FPÖ- Hainburger Au 1984; Neuwahlen v. Vranitzky wegen Sturz v. Steger durch Haider- Große Koalition: diverse Probleme wie Arbeitslosigkeit und Krise der Verstaatlichten, 1997:Klima- große K.
Chronologie der Ö. Geschichte bis Gegenwart:
Absolute der ÖVP (1966, Klaus), 40 Stunden Woche (schrittweise), Wahlaltersenkung (19), ORF- Reform; Ära Kreisky (1970-1983) Einrichtung der Volksanwaltschaft, Gesundheit/Umweltministerium, Schulbücher- Freifahrt, kürzere Wehrpflicht, Zivildienst, Fristenlösung, Pflegeurlaub; 1. Volksabstimmung und Atomsperrgesetz (1978), Kleine Koalition (SPÖ-FPÖ 1983-86); 13 Jahre Große Koalition (SPÖVP): Verluste beider Part., Vranitzky, Klima, aufstieg Haider (ab 1986), Grüne, LIV; Volksabstimmung EU (1994) 2/3 Mehrheit- 1. Sparpaket erfüllt Konvergenzkriterien; Währungsunion: 1999/2002; FPÖVP (Schüssel I,II) (buch ab Seite 210)

B4: 7. Frage: Entkolonialisierung am Beispiel Afrikas und Asiens:

Beispiel Indien:
Schon im 19. Jahrhundert strebte Indien nach Unabhängigkeit von der Britischen Krone.
1885 wurde der Indische- National- Kongress gegründet der für eine Beteiligung der Inder an der Regierung des Landes eintrat. Nach dem 2. Weltkrieg übertrug Großbritannien immer mehr Verwaltungsaufgaben in Indische Hände- man wollte so die Unabhängigkeitsbestrebungen abwehren. Die Unabhängigkeitsbewegung ließ sich aber nicht mehr von ihren Zielen abbringen.
Eine Entscheidende Rolle spielte dabei Mahatma Gandhi, der den Indern die Wirksamkeit von Zivilem Ungehorsam und gewaltlosem Wiederstands vorführte. Die Zahl jener, die sich Gandhi anschlossen wuchs sehr schnell.
Die Unabhängigkeitsbewegung war aber in sich gespalten: Die muslimische Minderheit, die zum Teil aus Großgrundbesitzern bestand, fürchtete, von den Hindus benachteiligt und an den Rand gedrängt zu werden. Sie bangten auch um ihre Privilegien und hatten Angst vor einer Bodenreform. Der Plan der Moslems, Indien zu Teilen und einen muslimischen Staat zu gründen wurde aber von den Briten verboten– sie wollten eine gemeinsame Verfassung erarbeiten lassen. Statt Einigkeit kam es aber zu schweren Unruhen. Dennoch beschloss das Britische Parlament Indien, in der Nacht vom 14. auf den 15. August für unabhängig zu erklären.
Unabhängigkeit Indiens 15.8.1947:
Nach der Unabhängigkeitserklärung zerfiel Indien in 3 Teile: Die Moslems gründeten im Norden den Staat PakistanOst und Westpakistan .Trotz riesige Umsiedelungsaktionen und ständige Gewalttaten denen mindestens 1 Milo. Menschen zum Oper fielen hielten sich in allen Teilen religiöse Minderheiten.
1971 zerfiel Pakistan, die bengalische Mehrheit in Ostpakistan gründete den Staat Bangladesch, zählt heute zu den bevölkerungsreichsten und ärmsten Ländern der Welt (siehe auch Flüchtlingsaufnahme nach Vertreibungen und Vernichtungsfeldzug gg. Moslems in Myanmar).
Im Süden Indiens schuf eine Unabhängigkeitsbewegung 1948 auf der Insel Ceylon den eigenen Staat Sri Lanka– Mehrheit Singhalesen, es leben aber auch Tamilen, deren Sprache zwar 1987 zweite Amtssprache wurde. Sie kämpfen aber weiterhin um mehr Autonomie- daraus Bürgerkrieg der bis heute andauert.
 

B4: 8. Frage: Die sozialistischen Länder bis zum Umbruch in Osteuropa

Späte Stalin-Jahre: Weg von Multipolarität zu Biopolarität, Japan, Dtsch.- EX, Frankreich abgewertet durch Niederlage, GB hat ganze Kraft verbraucht; SU versucht Einfluss auf andere Staaten auszuweiten, Truppen „sichern“ Nachschubwege in Ländern Mitteleuropas- militärische Präsents- Isolation gg. Westen, für USA zunächst noch legitime Wahrung v. Sicherheitsinteressen- ändert sich als SU Druck auf Türkei, Iran, Griechenland ausübt, USA: Eindämmung der SU durch Zusammenhalt und Festigkeit des Westens (unter USA), Isolationismus der USA wird aufgegeben (Truman Doktrin 1974), damit offene Gegnerschaft, kalter Krieg: weil nur mit wirtschaftlichen, politischen und Propaganda geführt. Marschallplan: Hilfsprogramm für Europa, welches gleichzeitig ein raffiniertes Einbinden in die US-Wirtschaft ist (rund 15 Mila. Dollar) UDSSR verbot den Marschallplan in den von ihnen eroberten Ländern (Tschechoslowakei- alle Parteien waren dafür), Blöcke verhärten sich: engere Anbindung RUS an ihre Satellitenstaaten durch Kominform (Informationsbüro)der nur noch Satellitenstaaten angehörten, Jugoslawien schert aus SU aus- geht eigenen weg, Tito (Blockfreiheit), COMECON und Nato: Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, NATO: 1949: USA, CAN, GB, FR, I, DM, BEL, LUX, ISL, NL- später auch TUR, GR, BRD (55),
Idee des Roll back: Atombombeneinsatz gg. SU- Eisenhauer- Gürtel mit A- Waffen rund um RUS,
Tauwetter: Tod Stalins: 1953, Nachfolger: N. Chruschtschow: friedliche Koexistenz- keine echte Aufweichung der Blöcke- Eintritt BRD in NATO (55), führt zu Gründung des Warschauer Paktes– steht NATO gegenüber- jeder Angriff= WK.
Truppen in Satellitenstaaten der SU nach Anehrkennung der DDR und Staatsvertrag Ö. jetzt durch Warschauer Vertrag Ständig in Mitgliedsstaaten stationiert.
Bestreben d. Regierung Reagan, die SU durch Rüstungswettlauf in die Knie zu zwingen.
Glasnost und Perestroika: Glasnost: Politik der größeren Transparenz der Staatsführung gegenüber der Bevölkerung- führte zu Kritischen Medienberichten, Live im TV- Wahrheit über Situation in SU, friedliche Demos wieder möglich…
Perestroika: (Umgestaltung, Umstrukturierung) sprich Demokratisierung, Modernisierung der Sowjetunion- Abschaffung des Ein-Parteiensystems 1990
1989: Unterschiede der Entwicklung in Ungarn und Rumänien bis zum Umbruch:
Ungarn: während dem Volksaufstand 1956, Imre Nagy erneut Ministerpräsident: bildet Mehrparteienregierung: Demokratie und Neutralität. Aufstand von Sowjetarmee blutig Niedergeschlagen. Viele Ungarn flohen daraufhin nach Westeuropa oder USA. Neuer Präsident: Kádár: anfänglich Repressionen, bis 1959 viele Amnestien: ab 1960: schrittweise Erleichterung, Liberalisierungen in Wirtschaft, Politik und Kultur: Gulaschkommunismus.
1987/88: Rücktritt Kádár, viele oppositionelle Stimmen, auch innerhalb der KP für freie Wahlen und Abzug der Russischen Truppen forderten- führt zu Zerschneidung des eisernen Vorhanges Juni 1989 durch den Ungarischen Außenminister und Alois Mock. Am Jahrestag des Volksaufstandes von 1956 wurde Republik Ungarn ausgerufen. 1999: Nato, 2004: EU
Rumänien: Nicolae Ceauşescu (August 1965) Ausrufung der sozialistischen Republik Rumänien: Radikale Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft: Verstaatlichung, Umsiedelungen, Geburtenförderung… Industrialisierung sollte durch Auslandskredite vollzogen werden- scheitert aber- führt zu Versorgungsnotstand, Zusammenbruch der Volkswirtschaft. Ceauşescu blieb aber durch seine Geheimpolizei und einem ausgeprägten Personenkult an der Macht. Nach Mauerfall und Wende kam es aber zur Rumänischen Revolution (1989), Erst gewaltsam niedergeschlagen (mehr als 1000 tote), spätere Verbündung der Armee mit den Demonstranten und Sturz von Ceauşescu: an Weihnachten 1989 Militärgericht, erschossen.
Nur sehr langsame Erholung des Staates, Orientierung nach Westen, marktwirtschaftlicher Kurs, 2004: Nato, 2007: EU
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